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Bestimmte Techniken der Volkszählung haben zur Unterscheidung von Wohnbevölkerung 1 und ortsanwesender Bevölkerung 2 geführt. Zur Wohnbevölkerung gehören Personen, die am Zählungsort ihren ständigen Wohnsitz haben. Sie untergliedert sich in die anwesenden Personen 3, d.h. jene, die am Zähltag am Ort weilen, und in die vorübergehend abwesenden Personen 4, d.h. jene, die am Zähltag nicht anwesend sind. Die ortsanwesende Bevölkerung umfaßt die von der Wohnbevölkerung anwesenden Personen und vorübergehend anwesende Personen 5, das sind solche, die sich am Zähltag vorübergehend im Erhebungsgebiet aufhalten. Die Ermittlung der Wohnbevölkerung und der ortsanwesenden Bevölkerung kommt nicht zum gleichen Ergebnis, auch nicht für die Bevölkerung eines ganzen Landes. Unter Wohnsitz 6, Wohnort 6 versteht man den Ort der ständigen Niederlassung einer Person. Personen, die nicht in privaten Haushalten, sondern in Einrichtungen wie Internaten, Altenheimen usw. wohnen, werden als Anstaltsbevölkerung 7 bezeichnet. Für Personen ohne festen Wohnsitz 8 werden im Rahmen von Volkszählungen üblicherweise Sonderregelungen getroffen.

  • 1. Im österreichischen Amtsdeutsch auch Volkszahl. In der Schweiz wurde ab 1985 der Begriff Wohnbevölkerung durch ständige Wohnbevölkerung ersetzt. Hierin sind die Saisonarbeiter nicht mehr (wie vor 1985) enthalten.
  • 5. Hierzu gehören z.B. Gäste (auch ausländische), die in Privathaushalten untergebracht sind.
  • 6. Falls Personen an zwei Orten Wohnsitze unterhalten, wird zwischen einem ersten Wohnsitz, Hauptwohnsitz und einem zweiten Wohnsitz unterschieden.

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In der Bevölkerungsstatistik werden in der Regel Landgemeinden 1, ländliche Gemeinden 1 von Stadtgemeinden 2, städtischen Gemeinden 2 unterschieden. Diese Klassifizierung erfolgt nach Kriterien, die von Land zu Land variieren, z.B. nach der Bevölkerungszahl, der Bevölkerungszahl des Gemeinde-Hauptortes, dem Anteil der von der Landwirtschaft lebenden Personen (359-2). In vielen Ländern gelten Gemeinden als ländlich oder städtisch, je nachdem, ob sie unter oder über 2 000 Einwohner haben. Die in Landgemeinden lebenden Personen werden als Landbevölkerung 3, ländliche Bevölkerung 3 und die Bewohner städtischer Gemeinden als Stadtbevölkerung 4 städtische Bevölkerung 4 bezeichnet. In Ländern, die nicht oder nicht durchgängig in Gemeinden untergliedert sind, beruht die Unterteilung in ländliche und städtische Bevölkerung auf besonderen Kriterien. Dabei kann es erforderlich werden, als Zwischenkategorie die semi-urbane Bevölkerung 5 oder gemischt städtisch-ländliche Bevölkerung 5 einzuführen. Dies trifft evtl. bei Ortschaften mit überwiegend nicht-landwirtschaftlicher Bevölkerung zu, die aber zu klein sind, um als städtisch eingestuft zu werden.

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Die Intensität der Besiedlung 1 wird meist als Bevölkerungsdichte 2 gemessen, das ist der Quotient aus der Zahl der Bewohner eines Gebietes und der Gebietsfläche. Üblicherweise wird die Bewohnerzahl pro km2 gemessen, gelegentlich auch pro ha, wenn die Besiedlung besonders dicht ist wie z.B. in städtischen Gebieten. Die Streuung der Bevölkerung 3 über ein bestimmtes Gebiet ist abhängig von der Siedlungsweise 4, wobei es sich um eine geschlossene Siedlung 5, Sammelsiedlung 5 oder um verschiedene Formen von Streusiedlungen 6, aufgelockerter Siedlungsweise 6 handeln kann und von der Größe und der Entfernung der verschiedenen Siedlungseinheiten voneinander. Manchmal wird der Bevölkerungsschwerpunkt 7 eines bestimmten Gebietes berechnet: Er läßt sich nach Art eines physikalischen Schwerpunktes bestimmen, wobei allen Bewohnern dieses Gebietes das gleiche Gewicht zugeordnet wird.

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Mehrere spezifische Dichtemaßzahlen 1 ermöglichen einen Vergleich der Intensität der Besiedlung (312-1) verschiedener Gebiete nicht allein unter räumlichen Gesichtspunkten. Zu erwähnen sind hier vor allem die Bevölkerung pro Einheit der landwirtschaftlich nutzbaren (kultivierbaren) Fläche 2, die gelegentlich auch physiologische Dichte 2 genannt wird, und die agrarische Dichte 3, d.h. die agrarische Bevölkerung (359-2) pro Einheit des kultivierbaren Bodens. Manchmal werden entsprechende Maßzahlen für die landwirtschaftlich genutzte Fläche 4 anstatt für die landwirtschaftlich nutzbare Fläche 5 berechnet. Für bevölkerungstheoretische Überlegungen betrachtet man auch die maximale Bevölkerungsdichte 6 und die optimale Bevölkerungsdichte 7, entsprechend der Bedeutung der Begriffe Bevölkerungsmaximum (904-1) und Bevölkerungsoptimum (902-4).

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