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Section | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 20 | 21 | 22 | 23 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 40 | 41 | 42 | 43 | 50 | 51 | 52 | 60 | 61 | 62 | 63 | 70 | 71 | 72 | 73 | 80 | 81 | 90 | 91 | 92 | 93

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Bisweilen werden die Bewohner eines Gebietes nach ihren Sprachen 1 oder ihren Dialekten 2 untergliedert. Man unterscheidet dabei häufig zwischen der Muttersprache 3, in der der Mensch zuerst sprechen gelernt hat, und der Umgangssprache 4, deren er sich im Alltag bedient. Bei zweisprachigen 5 oder mehrsprachigen 5 Personen ist es nicht immer leicht, diese Unterscheidung zu treffen. Die entsprechenden Statistiken nennt man Sprachstatistiken 6.

  • 2. Dialekte sind regional- oder bevölkerungsgruppenspezifische Varianten einer Sprache mit Besonderheiten der Aussprache, der Grammatik und des Wortschatzes.

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In Statistiken der Religionszugehörigkeit 1 werden Menschen nach ihrem Religionsbekenntnis klassifiziert. Man unterscheidet hierbei z.B. nach den großen Religionen 2, nach hauptsächlichen Glaubensrichtungen 3, spezifischen Kultrichtungen 4 und evtl. nach Sekten 5. Ein Mensch, der sich zu keiner Religion bekennt, bezeichnet sich evtl. selbst als Konfessionsloser 6, Religionsloser 6, Freidenker 6 oder Atheist 6.

  • 2. z.B. Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus.
  • 3. Glaubens- und Kultrichtungen sind Untergliederungen der großen Religionen mit Besonderheiten der religiösen Auffassung, der Organisation und des Kultes.
  • 4. Siehe Fußnote 3.
  • 5. Sekten sind religiöse Sondergemeinschaften, die hinsichtlich religiöser Auffassung, Organisation und Kult von den vorherrschenden Religionen völlig oder wesentlich abweichen.

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Die Bevölkerung wird oft auch nach ihrem Bildungsstand 1 untergliedert. Personen, die lesen und schreiben können, werden Alphabeten 2, des Lesens und Schreibens Kundige 2, genannt. Diejenigen, die diese Fähigkeiten bis zu einem bestimmten Alter nicht erworben haben, heißen Analphabeten 3. Statistiken des Bildungsgrades 4 können eine Gliederung nach der Dauer des Schulbesuchs 5 oder nach dem Alter beim Schulabschluß 6 oder nach dem formalen Bildungsabschluß 7 unterscheiden. Die Einzelheiten dieser Gliederung hängen von der Organisation des Bildungswesens 8 (§343) in dem betrachteten Land ab.

  • 3. Personen, die lesen aber nicht schreiben können, werden gelegentlich als Halbalphabeten bezeichnet. Es ist unterschiedlich, ob sie statistisch zu den Alphabeten oder zu den Analphabeten gezählt werden.
  • 7. Zu unterscheiden wäre nach der Art des Abschlusses (z.B. Hauptschulabschluß, Mittlere Reife, Abitur), der Art des Zeugnisses (z.B. Zeugnis der Hochschulreife), des Briefs (z.B. Meisterbrief), des Diploms (z.B. Diplom-Ingenieur).

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Das Bildungswesen 1 umfaßt sämtliche Institutionen, die in irgendeiner Weise allgemein- oder berufsbildenden Unterricht vermitteln. Sie können öffentlich oder privat betrieben werden, woraus sich die Trennung in öffentliches Bildungswesen 2 und privates Bildungswesen 3 ergibt. Im Rahmen der Allgemeinbildung werden üblicherweise oberhalb der Vorschulerziehung 4 (334-2) drei Bildungsebenen 5 unterschieden. Gemäß ihrem ansteigenden Schwierigkeitsgrad teilt man in Primarbereich 6, Sekundarbereich 7 (der nochmals in Stufen 8 unterteilt ist) und Tertiärbereich 9, Hochschulbildung 9. Letztere kann Ausbildungen bis zu verschiedenen Bildungsgraden 10 umfassen und bis zum Universitätsabschluß 11 führen. Daneben gibt es berufsbildende Schulen 12, berufliche Schulen 12, die von Land zu Land sehr unterschiedlich organisiert sind.

  • 5. Die Bildungsstufen weisen nach Art und Bezeichnung sowie nach der Unterrichtsorganisation der einzelnen Länder charakteristische Differenzierungen auf.

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Die Arten der Bildungseinrichtungen Bildungsinstitutionen 1 und ihre jeweiligen Bezeichnungen sind durch die Organisation des Bildungswesens des jeweils betrachteten Landes bedingt. Vorschulerziehung (343-4) kann in Kindergärten 2 oder in besonderen Vorschulklassen 2 erfolgen. Die Bildungseinrichtungen, die den oben (§343) erwähnten drei Bildungsebenen(stufen) zuzuordnen sind, heißen: Grundschulen 3 (D), Volksschulen 3 (A), Primarschulen 3 (CH), Hauptschulen 4 (D, A), Realschulen 4 (D, CH), Gymnasien 4, höhere Schulen 4 (A), Sekundärschulen 4 (CH), Mittelschulen 4 (CH), Gesamtschulen 4 (D), Hochschulen 5 oder Universitäten 5. Neben diesen Einrichtungen gibt es mehrere - von Land zu Land unterschiedliche - Formen beruflicher Schulen 6. Sonderschulen 7, Schulen für Behinderte 7, im allgemein- oder berufsbildenden Bereich sind Einrichtungen für körperlich, geistig oder seelisch benachteiligte oder sozial gefährdete Kinder und Jugendliche.

  • 4. Gesamtschulen sind in der Bundesrepublik Deutschland Schulen, in denen die verschiedenen Schularten des Allgemeinbildungswesens in unterschiedlicher organisatorischer und inhaltlicher Ausgestaltung zusammengefaßt sind.

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Als Klasse 1 wird oft eine Gruppe von Schülern 2 bezeichnet, die zur gleichen Zeit von einem oder mehreren Lehrern 3 unterrichtet wird. Ein Klassenzimmer 4, kurz ebenfalls Klasse 4 genannt, ist ein für diesen Zweck eingerichteter Raum. Das Wort Klasse 5 wird auch im Sinn von Schuljahrgang 5 gebraucht und bezeichnet dann die Schüler, die während eines bestimmten Schuljahrs dasselbe Bildungsniveau erreicht haben. Studenten 6, Studierende 6, nennt man Personen, die an einer Hochschule ausgebildet werden.

  • 3. Je nach dem Schultyp werden verschiedene Typen von Lehrern unterschieden, z.B. Hauptschullehrer, Realschullehrer, Gymnasiallehrer, Hochschullehrer.
  • 4. Im Tertiärbereich wird der Unterricht in Hörsälen oder Seminarräumen abgehalten.
  • 5. Unterricht wird manchmal auch in Arbeitsgemeinschaften oder Kursen abgehalten, denen Schüler mit gleichen Fachinteressen aus einer Klasse oder mehreren Klassen angehören.

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Die Schul- und Hochschulstatistiken 1 weisen im allgemeinen die Zahl der Schüler und Studenten 2 insgesamt sowie nach verschiedenen Merkmalen gegliedert aus. Im Hinblick auf die Verhältnisse in manchen Ländern kann es wichtig sein, Soll- und Istbestand auseinanderzuhalten. Mit Hilfe der Ermittlung der anwesenden Schüler 3 kann dann eine Anwesenheitsquote 4 errechnet werden. In vielen Ländern unterliegen Kinder und Jugendliche innerhalb bestimmter Altersgrenzen der Schulpflicht 5. Der Ausdruck im Schulalter 6 besagt, daß sich jemand im schulpflichtigen Alter 6 befindet. Statistiken erfassen in diesem Sinn die Personen oder Kinder im schulpflichtigen Alter 7.

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Andere Statistiken befassen sich mit dem Schul- und Studienverlauf, beginnend bei der untersten Grundschulklasse bis zum Abschluß auf verschiedenen Bildungsniveaus. Abgesehen von Tod oder schwerer Krankheit erfolgt der Schulabgang 1 eines Schülers frühestens nach Ablauf des schulpflichtigen Alters, falls dieses gesetzlich festgelegt ist. Die Drop out Quote 2, Schulabbrecherquote 2 gibt die Wahrscheinlichkeit des Abgangs während bzw. am Ende eines bestimmten Schuljahrgangs an. Sie wird ähnlich errechnet wie die Sterbewahrscheinlichkeit (431-1) in einer Sterbetafel. Der komplementäre Ausdruck dazu ist die Schulverweilquote 3, Retentionsquote 3; sie verweist auf den Anteil der Schüler, die die Schule fortsetzen. Mit Hilfe solcher Quoten kann man Schulabgangstafeln 4 erstellen und damit die durchschnittliche Dauer des Schulbesuchs 5 berechnen. Am Ende eines jeden Schuljahres können Schüler, die das „Klassenziel” nicht erreichen, ihre Ausbildung nicht beenden wollen und auch keinen Wechsel ihres Bildungsgangs 6 anstreben, das Jahr wiederholen. Im Hinblick auf die Zahl der Wiederholenden kann die Wiederholungshäufigkeit 7 in einem bestimmten Schuljahr ermittelt werden. Entsprechende Quoten lassen sich bei Hochschulstudierenden für Studiengänge oder formal festgelegte Studienabschnitte berechnen.

  • 1. Die Verhältnisse in manchen Ländern führen auch zum vorzeitigen Abbruch aus ökonomischen Gründen.

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