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Kapitel | Allgemeines index 1 | Begriffe und Methoden der Bevölkerungsstatistik index 2 | Bevölkerungsstand index 3 | Sterblichkeit und Krankheit index 4 | Eheschliessung und Ehelösung index 5 | Geburtenhäufigkeit, Fruchtbarkeit index 6 | Bevölkerungswachstum und Reproduktion index 7 | Räumliche Mobilität index 8 | Wirtschafts- und Sozialdemographie index 9
Section | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 20 | 21 | 22 | 23 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 40 | 41 | 42 | 43 | 50 | 51 | 52 | 60 | 61 | 62 | 63 | 70 | 71 | 72 | 73 | 80 | 81 | 90 | 91 | 92 | 93

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In vielen Untersuchungen wird die Bevölkerung eines Gebietes in soziale sozio-ökonomische Gruppen 1 gegliedert, und zwar anhand von Kriterien wie Stellung im Beruf (353-1), Erwerbstätigkeit, Einkommen, Bildungsgrad u.a.m. In bevölkerungswissenschaftlichen Studien weniger gebräuchlich sind Untergliederungen nach soziologischen Kategorien wie Klasse 2 oder soziale Schichtung 3. Klasse bezeichnet in der Soziologie eine aufgrund ihrer Stellung im Wirtschaftsprozeß (z.B. als Besitzer oder Nichtbesitzer von Produktionsmitteln) mit bestimmten materiellen Gütern und Chancen ausgestattete Bevölkerungsgruppe. Unter sozialer Schichtung versteht man die in einer Bevölkerung vorhandenen Abstufungen im Hinblick auf die Ausstattung mit Gütern und Lebenschancen. Der Wechsel zwischen solchen Abstufungen heißt soziale Mobilität 4; je nach der Richtung der Wechsel hat man es dabei mit sozialem Aufstieg 5 oder sozialem Abstieg 6 zu tun. Aus einem Vergleich der gesellschaftlichen Position von Kindern mit denen ihrer Eltern ergibt sich der Prozeß der Intergenerationenmobilität 7.

  • 2. und 3. Begriffe wie Klasse, Schicht - und die oft in Verbindung damit genannten Stand und Kaste - haben auch in der Soziologie keine einheitliche Bedeutung. Die Begriffsinhalte reichen bei Klasse und Schicht von rein statistisch gemeinten Abstufungen (Einkommensklasse und Einkommensschicht) bis zur Bezeichnung von Menschen, die sich a) aufgrund ihrer Stellung im Produktionsprozeß (z.B. Besitzer oder Nichtbesitzer von Produktionsmitteln) in einer charakteristischen Lebensund Bewußtseinslage befinden (z.B. Klasse der Lohnarbeiter) bzw. b) aufgrund ihrer Ausstattung mit Gütern, Chancen und Ansehen als etwa gleichstehend erscheinen und sich deutlich von anderen in diesem Sinne besser- oder schlechter-, höher- oder tieferstehend erscheinenden Schichten abheben. Der Begriff Stand bezeichnet meist gesellschaftliche Stellungen von Menschen, deren Rechte und Pflichten genau fixiert sind. Der Ausdruck Kaste wird im deutschen Sprachgebrauch für gegeneinander abgeschlossene und abgestufte Gruppierungen verwendet, die an religiösen Zugehörigkeiten anknüpfen.
  • 5. und 7. Die soziale Mobilität (920-4), oft der soziale Aufstieg eines Individuums im Lebensablauf, wird Intragenerationenmobilität genannt.

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Unter dem Oberbegriff berufliche Mobilität 1 werden verschiedene Veränderungen verstanden, die in der Berufskarriere eines Menschen vorkommen können, wie z.B. Berufswechsel 2, d.h. Berufsmobilität 3, im engeren Sinn, Wechsel des Arbeitsplatzes 4 oder des Arbeitgebers (353-2) und Wechsel der Branche 5.

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Das Interesse an den Problemen alter Menschen (324-8) und am menschlichen Alterungsprozeß hat zur Entstehung einer Wissenschaftsdisziplin geführt, die Gerontologie 1 genannt wird. Zu ihr gehört u.a. die medizinische Sparte der Geriatrie 2.

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