The Demopædia Encyclopedia on Population is under heavy modernization and maintenance. Outputs could look bizarre, sorry for the temporary inconvenience

Aus Demopædia

14

Aus Demopædia
Wechseln zu: Navigation, Suche


60px Warning : This page is under construction or needs deeper checking. As long as this shield is here, please consider its contents as provisional.

Please look at the discussion area of this page for deeper details.


Diese Seite ist ein Excerpt der zweiten Ausgabe des mehrsprachigen demographischen Wörterbuches.
Diese Warnung bitte löschen, wenn Sie sie ändern.
zurück nach Einführung | Vorwort | Index
Kapitel | Allgemeines index 1 | Begriffe und Methoden der Bevölkerungsstatistik index 2 | Bevölkerungsstand index 3 | Sterblichkeit und Krankheit index 4 | Eheschliessung und Ehelösung index 5 | Geburtenhäufigkeit, Fruchtbarkeit index 6 | Bevölkerungswachstum und Reproduktion index 7 | Räumliche Mobilität index 8 | Wirtschafts- und Sozialdemographie index 9
Section | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 20 | 21 | 22 | 23 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 40 | 41 | 42 | 43 | 50 | 51 | 52 | 60 | 61 | 62 | 63 | 70 | 71 | 72 | 73 | 80 | 81 | 90 | 91 | 92 | 93

14

140

Der in der Demographie am häufigsten verwendete Mittelwert 1 ist das arithmetische Mittel 2, der Durchschnitt 2. Dieser ist immer gemeint, wenn allgemeine Ausdrücke wie „im Mittel” oder „im Durchschnitt” gebraucht werden. Er wird berechnet, indem die Summe der beobachteten Werte durch die Anzahl der Beobachtungsfälle dividiert wird. Wenn alle Beobachtungswerte positiv sind, wird bisweilen das geometrische Mittel 3 verwendet, welches als Nte Wurzel des Produktes der N Beobachtungswerte definiert ist. Ein gewogenes Mittel 4 erhält man, wenn jede Beobachtung mit einem besonderen Gewichtungsfaktor 5, Gewicht 5, versehen wird. Der Mediän 6, Zentralwert 6, ist der Wert jenes Elementes, der die nach der Größe geordnete Beobachtungsreihe 7 in zwei Hälften teilt. Der Modalwert 8, Modus 8 oder dichteste Wert 8 ist der häufigste Wert 8, der in einer Gesamtheit beobachtet wird.

141

Die Streuung 1 Dispersion 1 oder Variabilität 1 einer Beobachtungsreihe hängt von den Unterschieden 2 oder Abweichungen 2 zwischen ihren Elementen oder zwischen diesen und ihrem Mittelwert ab. Hier werden nur die gebräuchlichsten Streuungsmaße 3 erwähnt. Als Spannweite 4 oder Variationsbreite 4 bezeichnet man den Unterschied zwischen den extremen Beobachtungswerten. Der mittlere Quartilabstand 5 oder Interquartilbereich 5 ist die Differenz zwischen dem 1. und dem 3. Quartil (142-2) und umfaßt die Hälfte der Beobachtungen einer Gesamtheit. Die mitunter verwendete Quartilabweichung 6 ist als halber Interquartilbereich 6 definiert. Die durchschnittliche Abweichung 7 ist das arithmetische Mittel (140-2) der positiven Werte der Abweichungen zwischen den Beobachtungen und dem Durchschnitt. Die Varianz 8 ist das arithmetische Mittel der Abweichungsquadrate zwischen den Beobachtungen und dem Durchschnitt, die Standardabweichung 9 ist die Quadratwurzel der Varianz.

142

Wenn eine Beobachtungsreihe nach aufsteigenden Werten geordnet ist, werden jene Werte, unterhalb derer ein bestimmter prozentualer Anteil der Beobachtungen liegt, mit einem Sammelnamen als Quantile 1 bezeichnet. Von diesen verwendet man vor allem den Mediän (140-6), die Quartile 2, die Dezile 3 und die Zentile 4, welche die Beobachtungsreihe in zwei, vier, zehn und hundert Abschnitte mit jeweils der gleichen Anzahl von Elementen teilen.

143

Eine Variable (131-5) ist in einem gewissen Bereich stetig 1 oder kontinuierlich 1, wenn sie in jedem Abschnitt dieses Bereichs eine unbegrenzte Anzahl von Werten annehmen kann (Beispiele: Alter, Körpergröße). Im gegenteiligen Fall ist sie diskontinuierlich 2 oder nicht stetig 2 (z.B. die Personenzahl der Haushalte). Kann eine Größe nur bestimmte isolierte Werte annehmen, so wird sie diskret 3 genannt.

144

Die Aufteilung der Elemente einer statistischen Masse in verschiedene Kategorien oder Klassen (130-8) nach den Werten oder Ausprägungen eines Merkmals ergibt die Häufigkeitsverteilung 1 oder einfach Verteilung 1 der Gesamtheit nach diesem Merkmal. Das Verhältnis der Besetzungszahl 2 oder absoluten Häufigkeit 2 einer Klasse zur Gesamtmasse wird relative Häufigkeit 3 genannt. In der Demographie werden die Ausdrücke Struktur 4, Aufbau 4, Zusammensetzung 4 und Gliederung 4 oft synonym gebraucht, um die Verteilung von Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Familienstand, Beruf usw. zu beschreiben. Struktur wird manchmal in einem eingeschränkten Sinn verwendet, nämlich zur Beschreibung der Bevölkerung nach Alter und Geschlecht allein.

  • 4. Der Begriff Bevölkerungsverteilung bezieht sich für gewöhnlich auf die räumliche Verteilung der Bevölkerung. Als Bestandteil eines zusammengesetzten Ausdrucks ist „Verteilung” aber auch ein Synonym für Struktur usw. (Beispiele: Altersverteilung, Altersstruktur, Altersaufbau, Alterszusammensetzung, Altersgliederung der Bevölkerung).

* * *

zurück nach Einführung | Vorwort | Index
Kapitel | Allgemeines index 1 | Begriffe und Methoden der Bevölkerungsstatistik index 2 | Bevölkerungsstand index 3 | Sterblichkeit und Krankheit index 4 | Eheschliessung und Ehelösung index 5 | Geburtenhäufigkeit, Fruchtbarkeit index 6 | Bevölkerungswachstum und Reproduktion index 7 | Räumliche Mobilität index 8 | Wirtschafts- und Sozialdemographie index 9
section | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 20 | 21 | 22 | 23 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 40 | 41 | 42 | 43 | 50 | 51 | 52 | 60 | 61 | 62 | 63 | 70 | 71 | 72 | 73 | 80 | 81 | 90 | 91 | 92 | 93