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Mehrsprachiges Demographisches Wörterbuch (zweite Ausgabe 1987)

Kirchenbuch

Aus Demopædia
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Kirchenbuch  
Definition aus der zweiten Ausgabe (1987)


Die historische Demographie (102-1) verwendet im wesentlichen Dokumente, die man als Vorläufer der Standesregister (211-2) oder der Kollektivlisten (207-3) von Volkszählungen bezeichnen kann. Die Kirchenbücher1 oder Pfarreiregister1 enthalten die religiösen Äquivalente der Standesfälle (211-1), das sind die Taufen2, die kirchlichen Trauungen (503-2) und die Begräbnisse3, Beerdigungen3. Für die zu Hause notgetauften4 Kinder, die vor der kirchlichen Taufzeremonie sterben, gibt es nur eine Begräbniseintragung; man nennt diese Kinder notgetaufte Gestorbene5. Die Bestandslisten betreffen entweder einen Teil oder seltener die gesamte Bevölkerung. Es gibt: Status animarum6 (Seelenzählungen6), Namenslisten aller Mitglieder der Pfarrgemeinde („Pfarrkinder”); Kommunikantenlisten7 und Konfirmandenlisten8; im administrativen und fiskalischen Bereich Feuerstättenlisten9 oder Herdsteuerlisten9 und Steuerrollen10; schließlich im militärischen Bereich Konskriptionslisten11, Aushebungslisten11.

  • 1. In Österreich sind die Ausdrücke Pfarrmatriken und Kirchenmatriken gebräuchlich.


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