Demographische Analyse

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Demographische Analyse  
Definition aus der zweiten Ausgabe (1987)


Die demographische Analyse 1 ist jener Teil der Demographie, dessen Aufgabe es ist, die demographischen Phänomene 2 unter Berücksichtigung von Bevölkerungszahl (101-7) und ihren Strukturen so zu untersuchen, daß die Effekte jedes demographischen Phänomens von den Effekten anderer demographischer Phänomene, die in diesem Fall Störphänomene 3 genannt werden, isoliert und die Ergebnisse relativiert und damit kontrolliert werden. Sie untersucht auch die gegenseitigen Beziehungen verschiedener demographischer Variablen und ihre Auswirkungen auf Stand und Struktur der Bevölkerung. Man unterscheidet einerseits die Längsschnittuntersuchung 4 Longitudinaluntersuchung 4, Generationenbetrachtung 4, Kohortenanalyse 4, die eine genau definierte Gruppe, hierbei Kohorte, Jahrgang, Jahrgangsgruppe (116-2) oder Generation, Geburtsjahrgang (116-1) genannt, im Zeitverlauf verfolgt, und andererseits die Querschnittuntersuchung 5, Periodenbetrachtung 5, Periodenanalyse 5, die sich demographischen Tatbeständen widmet, die sich während eines bestimmten Zeitintervalls (z.B. einem Kalenderjahr) an mehreren Kohorten nebeneinander gleichzeitig ereignet haben.

  • 3. Häufig werden hierbei Verhaltenseffekte von Struktureffekten getrennt.
  • 4. Werden dieselben Personen im Zeitablauf wiederholt befragt, so handelt es sich um eine Paneluntersuchung, die eine echte Längsschnittuntersuchung ist. Eine andere Möglichkeit der echten Längsschnittuntersuchung besteht in der individuellen Zusammenführung von Daten aus unterschiedlichen Quellen (record linkage, matching). Die oben definierte Vorgehensweise beschreibt dagegen die Quasi-Längsschnittuntersuchung. Sie bezieht sich auf Aggregate von im Zeitablauf nicht unbedingt identischen Personen mit einem oder mehreren gemeinsamen Merkmalen (z.B. Geburtsjahr).


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