Bevölkerungsökonomie

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Bevölkerungsökonomie  
Definition aus der zweiten Ausgabe (1987)


Die Bevölkerungswissenschaft umfaßt über die Demographie hinaus außerdem die Untersuchung der Beziehungen zwischen demographischen Tatbeständen einerseits und ökonomischen und gesellschaftlichen andererseits unter den Bezeichnungen Bevölkerungsökonomie 1, auch Demoökonomie 1, bzw. Bevölkerungssoziologie 2. In der Bevölkerungswissenschaft befaßt man sich auch mit qualitativen Merkmalen der Bevölkerung 3, worunter eine ganze Reihe von sozialen und persönlichen Merkmalen zu verstehen ist. Unter qualitativer Demographie 3 wurde früher im wesentlichen die Bevölkerungsgenetik 4 verstanden, obwohl sich diese lediglich mit der Verteilung und Weitergabe von vererbbaren (erblichen) Merkmalen (910-3) beschäftigt. Die Sozialökologie 5, die die regionale, räumliche Verteilung und die Organisation von Gemeinschaften unter Beachtung des Vorkommens kooperativer und kompetitiver Prozesse erforscht, hat einen Teil ihres Untersuchungsgegenstandes mit der Bevölkerungswissenschaft gemein. Noch mehr decken sich die Forschungsfelder und die Methoden der Demographie und der Bevölkerungsgeographie 7★. Auch die Biometrie 6 und die Epidemiologie 8★, die unter Anwendung statistischer Methoden biologische bzw. medizinische Forschung betreiben, haben mit der Bevölkerungswissenschaft wesentliche Berührungspunkte.

  • 4. Bevölkerungsgenetik ist begrifflich scharf von Humangenetik zu trennen; letztere untersucht die Vererbung von Genen, während erstere sich mit der genetisehen Struktur der Bevölkerung befaßt. Der Begriff Bevölkerungsgenetik kann sich auch auf das Studium von Pflanzen- oder Tierbevölkerungen beziehen.


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