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Mehrsprachiges Demographisches Wörterbuch (zweite Ausgabe 1987)

Gewichtungsfaktor

Aus Demopædia
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Gewichtungsfaktor  
Definition aus der zweiten Ausgabe (1987)


Wird die Zahl der während eines Kalenderjahres registrierten Gestorbenen im ersten Lebensjahr1 Säuglingssterbefälle1 oder die in den ersten 28 bzw. die in den ersten 7 Lebenstagen Gestorbenen auf die Zahl der Lebendgeborenen (601-5) desselben Jahres oder auf einen gewogenen Durchschnitt aus der Lebendgeborenenzahl des Berichtsjahres und des Vorjahres bezogen, so erhält man die Säuglingssterbeziffer2, die neonatale Sterbeziffer3 oder Neonatalsterbeziffer3 bzw. die Frühneonatalsterbeziffer4 der Säuglinge; diese Ziffern werden im allgemeinen je 1 000 Lebendgeborene ausgedrückt. Entsprechend errechnen sich auch die Teilsterbeziffern für die übrigen in Abschnitt 410 aufgeführten Lebensdauern der Säuglinge. Falls eine Gliederung der Sterbefälle nach Alters- und Geburtsjahren vorliegt, können die im ersten Lebensjahr Gestorbenen eines Geburtsjahrgangs (116-2) auf die zugehörige Geburtenzahl bezogen werden. Die so ermittelte Maßzahl wird zwar ebenfalls noch Säuglingssterbeziffer genannt, entspricht aber eher einer Säuglingssterbewahrscheinlichkeit5, d.h. der Sterbewahrscheinlichkeit (der Lebendgeborenen dieses Geburtsjahrgangs) für das erste Lebensjahr5. Fehlen derartige Angaben nach Alters- und Geburtsjahren und soll dennoch der Einfluß der Geburtenentwicklung auf die Säuglingssterbeziffer berücksichtigt werden, so ist es mit Hilfe von aus Erfahrungswerten stammenden Gewichtungsfaktoren6 möglich, die im Berichtsjahr gestorbenen Säuglinge näherungsweise aufzuteilen in solche, die im Berichtsjahr geboren wurden, und solche, die bereits im Vorjahr geboren wurden.
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